Unser offener Brief

Berlin reicht's - Offener Brief an Buergermeister

Schluss mit der Vermüllung

Viele Berliner Vereine und Initiativen sowie zahlreiche Einzelpersonen setzen sich mit Engagement und Hingabe dafür ein, der Vermüllung unserer Stadt etwas entgegenzusetzen – doch all das ist zur verlorenen Liebesmüh verdammt, wenn sich nicht endlich auch von anderer Seite etwas tut!

Deshalb fordern wirBERLIN und viele Mitstreiter*innen in einem offenen Brief an den Berliner Senat und die Bezirksbürgermeister*innen, JETZT dringend notwendige Änderungen einzuleiten:
1. Information und Orientierung im öffentlichen Raum: Wie, wo, was tun mit und gegen Müll?
2. Ausreichende und brauchbare Abfall-Infrastruktur: Adé zu überquellenden Mülleimern!
3. Bußgeld als Signal: Wer vermüllt, hat dafür geradezustehen!
4. Verursacher*innen in der Pflicht: Mehrweg statt Einweg in der Gastronomie!
5. Park-Nutzungskonzepte: Open-Air-Gelände oder Liegewiese? Lösungen jetzt!

wirBERLIN, den zahlreichen Cleanup-Initiativen der Stadt und vielen weiteren engagierten Bürger*innen liegt unsere Umwelt am Herzen. Lasst uns gemeinsam dafür einstehen, dass diese Liebe noch lange währen kann.

Das Thema in der Öffentlichkeit

Berliner Zeitung

„Kein Party-Lockdown im Park! Die Stadt gehört allen, auch lauten Leuten“
09.07.2021

In einem Kommentar der Berliner Zeitung wird die Notwendigkeit ausgesprochen, funktionierende Konzepte für Parties in Berliner Parks zu entwickeln.

taz

„Keine Party ist illegal!“
09.07.2021

„Keine Party ist illegal!“. Die taz informiert über geltende Verordnungen und weist auf die Schwierigkeiten von Park-Parties hin.

Mehr Müllbehälter sind da ganz gewiss nicht die Lösung, sondern verstärken das Problem. Man müsste so wie in einigen Naherholungsgebieten in Bayern ganz auf Müllbehälter verzichten und die Parkbesucher ausdrücklich dazu anhalten ihren mitgebrachten Müll wieder mitzunehmen.

– riegergerd, 08.07.21 auf Tagesspiegel.de

rbb

„Senat zahlt Millionen für Säuberung vermüllter Parks in Berlin“
07.07.2021

Der rbb berichtet über die Vermüllung von Berliner Parks, ganz besonders durch Einwegverpackungen und über den Einsatz der Berliner Stadtreinigung.

Ich wollte im Dezember gern einen Glühwein kaufen und ihn in meinem, mitgebrachten Getränkebecher einschenken lassen. 
Konnte nicht gemacht werden, da das Ordnungsamt, bzw. ein Typ von der „Lebensmittelüberwachung“ das Lokal abgemahnt hat und mit einem Bußgeld belegt hat! Selbst im Fernsehen, ob Privat oder Öffentliche Sender, laufen die Darstellen immer noch mit ToGo Bechern durch die Serien/Filme. 

– horst14059, 07.07.21 auf Tagesspiegel.de

taz

„Öffentlicher Raum ist für alle da“
07.07.2021

Georg Kössler von der Partei die Grüne formuliert ebenfalls die Forderung nach klareren Konzepten für die Berliner Parks.

Berliner Morgenpost

„Wirtschaftssenatorin lobt BSR-Parkreinigung“
07.07.2021

Die Wirtschaftssenatorin lobt die BSR Parkreinigung – wirBERLIN stimmt dem zu, fordert jedoch mehr Ressourcen und Personal für die Stadtreinigung.

Tagesspiegel

„Chefin der Stadtreinigung zur Vermüllung: ‚Berlin ist nicht dreckiger als Hamburg oder München'“
07.07.2021

Die Vorstandsvorsitzende des BSR, Stephanie Otto, über das Problem der To-go-Verpackungen, Mobilität und die Auswirkungen der Covid-Pandemie.

Tagesspiegel

„Coronakrise erzwingt größere Mülltonnen in Berliner Parks“
07.07.2021

Der Tagesspiegel weist auf die Notwendigkeit größerer Müllbehälter in Berliner Parks hin und zieht eine Zwischenbilanz zum Pilotprojekt des BSR.

Berliner Zeitung

„Auffahrt zum Impfzentrum und Tempohomes: Party-Zone auf dem Tempelhofer Feld?“
04.07.2021

Das Tempelhofer Feld als Party Zone? Die Berliner Zeitung diskutiert die Vor- und Nachteile – auf deutsch und englisch.

Berliner Zeitung

„Forscher zu Park-Partys in Berlin: Die Jugend ist bereit, Regeln zu brechen“
02.07.2021

Verbote oder keine Verbote gegen Parties in Berliner Parks? Die Berliner Zeitung spricht mit Jugendforscher Simon Schnetzer.

taz

„Zäune und Flutlicht: Nach weiteren Parkpartys am Wochenende fordern Polizei und ein SPDler Gegenmaßnahmen“
29.06.2021

Unser offener Brief findet in der taz Erwähnung, die über Gegenmaßnahmen zu Parkparties und ihre müllreichen Folgen berichtet.

Berliner Morgenpost

„Ausufernde Partys: Bezirke lehnen umzäunte Parks ab“
29.06.2021

Um der unkontrollierten Feierei in den Berliner Parks entgegenzuwirken, werden Parties auf dem weitläufigen Tempelhofer Feld diskutiert.

Welt online

„Polizei räumt erneut Partys in Parks: GdP fordert Konzepte“
28.06.2021

Die Welt online berichtet über die zunehmende Feierkultur in den Berliner Parks, die damit einhergehende Vermüllung und unseren offenen Brief.

rbb

„Berliner Parks haben ein Müllproblem und müssen immer mehr aushalten“
28.06.2021

Das Müllproblem erreicht auch radioeins, die in ihrem Beitrag über den offenen Brief und die haltlose Menge an Müll in Berliner Grünanlagen berichten.

Berliner Morgenpost

„Mehr Abfall seit Corona: Müll-Sheriffs nicht im Einsatz“
28.06.2021

Die Berliner Morgenpost über das Problem illegaler Müllentsorgungen, Waste-Watcher und die zunehmende Vermüllung.

Ein schönes Thema für KiTas und Schulen. #cleanupyourkiez von klein auf.

– utepothmann, 25.06 auf Instagram

Hauptstadt.TV

„Sebastian Weise von wirBerlin“
24.06.2021

Hauptstadt.tv im Gespräch über die Vermüllung mit Projekt- und Büroleiter von wirBERLIN, Sebastian Weisse.

Bitte auch beachten, daß die Mülleimer auch einen Deckel haben! Denn offene Mülleimer, wie z.B. im Volkspark Wilmersdorf werden 1. vollgestopft, bis es nicht mehr geht und 2. machen sich dann die Nebelkrähen daran zu schaffen.

– MajaBerlinMittwoch, 23.06.21 auf rbb24.de

„Traurig, dass solche Initiativen überhaupt notwendig sind“

„Traurig, dass solche Initiativen überhaupt notwendig sind“

Leserbriefe der Berliner Morgenpost

zum Thema „Vermüllte Berliner Parks: Initiative schreibt Brandbrief“, 27.06.2021

„Traurig, dass solche Initiativen überhaupt notwendig sind“

Gäbe es funktionierende Ordungsämter oder Geldstrafen, wäre die Lage anders. Vermüllen ist ein antisoziales Verhalten. Wage dich in Mailand oder in anderen Städten, etwas auf die Straße zu werfen: Geldstrafe ab 200 Euro!

– Simone Porrovecchio, via Facebook

 

Ich verstehe überhaupt nicht, wieso so viele Menschen nicht in der Lage sind, die Verpackungen, die sie in den Park mitgenommen haben, auch wieder mitzunehmen, wenn sie gehen. Schade, dass viele Menschen wirklich so dumm sind, dass solche Initiativen überhaupt nötig sind. Und was heißt „Die Mülleimer in den Parks seien nicht mehr für die anfallenden Mengen ausgelegt.“? Was für riesige Tonnen sollen da denn bitte aufgestellt werden? Wird mit großen stinkigen Behältern der Aufenthalt im Park wirklich schöner?

– Anne Konszack, via Facebook

Einfach mal das Grillen und Essen in Parks verbieten. Wer mitgebrachten Müll nicht wieder mitnimmt, hat sich dann ins eigene Fleisch geschnitten.

– Lore Zier, via Facebook

Und wieder eine Initiative, deren Forderungen in Verboten und höheren Bußgeldern gipfelt. Wenn man in den betroffenen Anlagen große Müllcontainer aufstellen würde, die – wenn sie voll sind – auch umgehend geleert werden, wäre das Problem nahezu gelöst. Die heute vorhandenen drei Papierkörbchen reichen einfach nicht, und kein Mensch nimmt den schmodderigen Pizzakarton mit nach Hause.

– Michael M. Link, via Facebook

Die Zeichnenden:

Die Zeichnenden:

Logos Brandbrief

Unsere Forderungen:

Wir fordern: Erarbeiten und verfolgen Sie einen nachhaltigen, individuell an die lokalen Bedürfnisse und Herausforderungen angepassten Aktionsplan, sodass Berlin sauber(er) wird und bleibt. Dieser Plan muss wenigstens folgende fünf Punkte umfassen:

1. Information. Längst nicht alle Berliner*innen wissen, wie mit Müll im öffentlichen Raum umzugehen, was geboten und was verboten ist. Ansprechende, zeitgemäße Orientierungshilfen, Schilder und Leitsysteme in Parks wie an Haltestellen machen es Bürger*innen und Besuchenden leichter, selbst Verantwortung zu übernehmen.

2. Ausreichende Abfall-Infrastruktur. Das Angebot öffentlicher Abfallbehälter ist vielerorts unzureichend: zu wenig, zu klein, ungeeignet. Berlin braucht ein Infrastruktur-Konzept, das ausreichend große, praktische und genügend Behälter mit regelmäßiger Leerung und durch neue Ansätze (z. B. Ballot Bins, Pfandringe) ergänzt. Wo es sinnvoll ist, muss Mülltrennung zum Zweck echter Verwertung ermöglicht werden. In Parks und an allen vielbesuchten Orten, an denen man sich lange aufhält, müssen öffentliche Toiletten massiv ausgebaut werden.

3. Bußgeld als Signal. Der kürzlich aktualisierte Bußgeldkatalog regelt die unzulässige Abfallentsorgung im öffentlichen Raum sehr genau. Auf dieser Grundlage müssen Vergehen konsequent geahndet werden. Dafür muss das Personal der Ordnungsämter aufgestockt bzw. müssen Dritte für diese Aufgabe geschult und befähigt werden.

4. Verursacher*innen in der Pflicht. Takeaway-Verpackungen sind schon vor der Pandemie Sinnbild des Müllproblems geworden. Heute stehen sie mehr denn je für die Vermüllung der Stadt. Wer solche Produkte anbietet, trägt auch die Verantwortung für den Müll und für die Lösung des Problems. Für die Gastronomie müssen Anreizsysteme gegen Einwegverpackungen geschaffen und flächendeckend umgesetzt werden; Mehrweg-Optionen müssen über die Bestimmungen des Verpackungsgesetztes ab 2023 hinaus gefördert werden. Die Anbieter*innen brauchen bessere Rahmenbedingungen, um das Problem Müll zusammen mit den Verbraucher*innen, gemeinsam mit uns allen, nachhaltig zu lösen.

5. Park-Nutzungskonzepte. Pandemiebedingte Einschränkungen haben auch die Parknutzung verändert. Erholungsorte für die einen sind für die anderen zu neuen “wilden” Partystätten geworden. Ohne Kontrolle, ohne Verantwortung bleibt dabei der Müll in Massen liegen. Berlin in all seiner Vielfalt braucht auch für Musik- und Kulturveranstaltungen angepasste Nutzungskonzepte, die ebenso Nutzungskonflikte verschiedener Interessengruppen einkalkulieren. “Wilde” Partys, wie zuletzt vermehrt in der Hasenheide, müssen kontrolliert auf geeignete Freiflächen gelenkt werden, etwa im Sinne der Initiative DRAUSSENSTADT. So werden ungeeignete Anlagen entlastet und ihre Vermüllung vermieden.

Berlin wird derzeit von vielen als dreckigste Stadt Deutschlands wahrgenommen. Dabei kann und muss unsere Hauptstadt Vorbild sein! Wir müssen zeigen, wie eine Metropole im Herzen Europas als Heimat von 3,6 Millionen Menschen und als Reiseziel für weitere Millionen vielfältig, weltoffen und engagiert bleibt – ohne dabei im Müll zu versinken.

 

 

Warum die Zeit gekommen ist, JETZT zu handeln

In den letzten fünf Jahren hat die Menge an Müll, der einfach so in unsere Umwelt geschmissen wird zugenommen. In ganz Deutschland werden jährlich etwa 300.000 Tonnen Abfall achtlos in der Natur entsorgt – das entspricht in etwa dem Gewicht des Kölner Doms! Die Bedingungen der Covid-19-Pandemie haben unweigerlich ihren Teil dazu beigetragen. Doch das sogenannte Littering ist grundsätzlich ein Problem: Besonders häufig sind es Zigarettenstummel, To-go-Becher, Kaugummi und Einwegverpackungen, die auf unseren Grünflächen landen.

Und dann? Fortgeweht vom Wind landet der Müll im Meer und damit langfristig in unseren Mägen, Zigarettenstummel geben Chemikalien in Böden und Grundwasser ab, ganze Ökosysteme werden so durcheinandergebracht. Doch leidtragend ist nicht nur die Natur, denn unser aller Lebensqualität wird durch die Verschmutzung des öffentlichen Raums gemindert. Ganz zu schweigen von den wirtschaftlichen Folgen, denn die ewige Reinigung ist vor allem eins: teuer.

So kann und darf es nicht weitergehen. Mit unserem offenen Brief wollen wir langfristige Umwälzungen erreichen, damit Berlin für uns alle lebenswert bleibt.

 

 

Brief

Mülleimer quillt über

Brief

Brief

Mülleimer quillt über

Brief

Brief

Ein Müllcontainer quillt mit Abfall über

Brief

Brief

Mülleimer quillt über 2020

Brief

Das kannst du tun

CleanUp-Day 2021

Das Problem der Vermüllung

DAS KANNST DU TUN

Du kannst mithelfen, gegen die Vermüllung unserer Stadt anzugehen: Organisier doch mal dein eigenes Cleanup oder komm bei einer unserer Veranstaltungen vorbei. Zum Beispiel zum World Cleanup Day am 17. und 18. September, an dem global ein Zeichen gegen Littering gesetzt wird.

Ein reflektierter Umgang mit unseren Ressourcen hilft, die Umwelt zu schützen. Informier dich über nachhaltigen Konsum und bring ein paar Do it yourself-Tipps zur Anwendung.

Deine Entscheidungen machen einen Unterschied. Hilf mit, lebe grüner – und nimm deinen Müll wieder mit nach Hause!

Der Brief zum Download

Lad dir hier unseren offenen Brief herunter, den wir mit zahlreichen weiteren Zeichnenden an den Berliner Senat und die Bezirksbürgermeister*innen gerichtet haben. Du bist auch der Meinung, dass sich in Berlin endlich etwas verändern muss? Überzeug dich selbst von dem Vorhaben und lies dir unsere Forderungen durch.

button

Das Problem der Vermüllung

Die Vermüllung Berlins ist grenzenlos: In sämtlichen Parks, auf Grünflächen, in Flüssen und Gewässern treibt der Müll. Deshalb engagiert sich wirBERLIN bereits seit 2011 durch verschiedenste Projekte und Maßnahmen zur Aktivierung bürgerschaftlichen Engagements für mehr Umweltschutz. Dazu veranstalten wir Anti-Littering-Kampagnen, Bürgerdialoge, Fachdiskussionen, Umweltbildung für Kinder und Jugendliche, Cleanups und unseren jährlicher Aktionstag.

Das Problem der Vermüllung